Lichtpunkt: In 5 Schritten zum Beleuchtungsplan

Das Erstellen eines Beleuchtungsplanes zählt zu den wichtigsten Aufgaben, bevor eine Wohnung bezogen oder ein Einfamilienhaus gebaut wird. Diesem Punkt sollten Sie die erforderliche Aufmerksamkeit schenken, denn die meisten Entscheidungen lassen sich im Nachhinein – wenn die Kabel verlegt sind – nicht mehr revidieren. Wir erklären, wie Sie in 5 Schritten einen tragbaren Beleuchtungsplan erstellen, der Aspekte wie Lichteinfall, Raumhöhe und Nutzung berücksichtigt.

Schritt 1: Raumpläne erstellen

Um festlegen zu können, welches Beleuchtungskonzept für welchen Raum geeignet ist, müssen Sie Raumpläne von allen vorhandenen Zimmern erstellen. Die Zeichnung sollte maßstabsgetreu sein und sämtliche Türen, Fenster und Nischen enthalten. Nachdem Sie einen Grundriss erstellt haben, zeichnen Sie die Position der Möbel, Bilder und anderer Einrichtungsgegenstände ein. Durch die Visualisierung erkennen Sie, an welchen Ort beispielsweise eine Leselampe, eine Arbeitslampe oder eine indirekte Beleuchtung installiert werden muss. Idealerweise tragen Sie die einzelnen Lampenarten mit verschiedenfarbigen Stiften in den Grundriss der Räume ein.

Video: Lichtplanung mit Einbauleuchten: Gestalte Dein Zuhause mit Licht

Schritt 2: Festlegen der Grundbeleuchtung

Nachdem Sie alle Raumpläne erstellt haben, legen Sie im zweiten Schritt die Grundbeleuchtung für jedes einzelne Zimmer fest. Bestandteil der Basics sind alle Lampen, die nach dem Betätigen des Lichtschalters eingeschaltet werden. Hauptfunktion der Leuchten ist eine gleichmäßige Verteilung des Lichtes und eine weitgehende Ausleuchtung des Raumes. Aus diesem Grund wird die Grundbeleuchtung auch als Orientierungsbeleuchtung bezeichnet. Vorrangig handelt es sich um Deckenleuchten und Deckenlampen, die als Strahler, Pendelleuchter oder Kronleuchter angebracht werden. In manchen Räumen wie im Badezimmer oder in der Küche werden auch Wandleuchten als Grundbeleuchtung eingesetzt.

Schritt 3: Stimmungs- und Umgebungsbeleuchtung

Für eine stimmungsvolle Atmosphäre in den heimischen vier Wänden sorgt die Umgebungsbeleuchtung. Funktionalität ist nicht das einzige Kriterium, das bei der Auswahl der Leuchten berücksichtigt werden muss. Auch die Lichtfarbe spielt eine entscheidende Rolle, denn diese Lichtquellen sollen für eine behagliche Wohlfühlatmosphäre sorgen. Zahlreiche Leuchten sind in der Gegenwart mit einem Dimmer ausgestattet, mit dessen Hilfe die Lichtintensität und damit die Helligkeit im Raum angepasst werden kann. Sind bereits entsprechende Leuchten vorhanden, können diese in das Beleuchtungskonzept integriert werden.

Die Auswahl der Umgebungsbeleuchtung beschränkt sich nicht allein auf den Wohnbereich und das Schlafzimmer. Ein Arbeitsplatz im Home Office stellt ganz andere Ansprüche an die Lichtquellen als eine Sitzecke vor dem Fernseher. Eine Schreibtischlampe ergänzt im heimischen Büro die Grundbeleuchtung. Auf Letztere kann nicht verzichtet werden, da der Raum für die Suche nach Unterlagen in Büroschränken hin und wieder komplett ausgeleuchtet werden muss.

Schritt 4: Punktuelle Akzente setzen

Ein umfassendes Beleuchtungskonzept schließt auch eine Akzentbeleuchtung ein, bei der bestimmte Gegenstände oder Orte im Raum punktuell in Szene gesetzt werden. Ein Klassiker in diesem Segment ist die zielgenaue Ausleuchtung von Kunstwerken, die aus dekorativen Zwecken aufgehängt wurden. Mithilfe eines Strahlers oder einer speziellen Bildleuchte können Gemälde oder Kunstdrucke von oben oder unten angestrahlt und auf diese Weise stimmungsvoll inszeniert werden. Auch Zimmerpflanzen oder eine Bodenvase werden durch den Einsatz von Akzentbeleuchtung ins rechte Licht gerückt. Bereits bei der Planung sollten Sie berücksichtigen, in welcher Höhe ein Kunstwerk aufgehängt wird, damit das Kabel für den elektrischen Anschluss exakt an der richtigen Position aus der Wand tritt. 

Schritt 5: Krönender Abschluss: Die Shoppingtour

Der fünfte und letzte Schritt zu einem Beleuchtungsplan ist die Shoppingtour. Zum Abschluss werden die passenden Leuchten für jeden Raum ausgesucht. Beginnen Sie mit der Grundbeleuchtung und arbeiten Sie sich Raum für Raum bis zur Akzentbeleuchtung vor. In manchen Räumen wie dem Wohnzimmer benötigen Sie Lampen für die Grund-, Umgebungs- und Akzentbeleuchtung. In anderen Räumen wie dem Flur kommen Sie mit der Grundbeleuchtung aus. Der vorhandene Bestand an Lampen kann integriert werden, sofern ein neuer Einrichtungsstil nicht komplett gegen eine Verwendung der Altware spricht. Wenn Sie einen Raum optisch größer wirken lassen wollen, greifen Sie auf indirekte Lichtquellen zurück. Zahlreiche Wandlampen strahlen das Licht ausschließlich nach oben ab.

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