Minimalistisch einrichten

In unserer konsumorientierten Gesellschaft sollte man hin und wieder innehalten und den Blick auf das Wesentliche richten. Nur so ist es möglich, sich zu konzentrieren und sich selbst in wahren Werten wiederzufinden. Wir leben im Luxus, nie ging es uns hier in Deutschland so gut wie jetzt. Die entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegsjahre sind vorbei und mit dem Wirtschaftswunder kam der Aufschwung, der bis heute anhält. Immer höher, immer schneller, immer weiter. Ein Leben in Saus und Braus, doch verlieren wir den Überblick?

Achtsamkeit ist in aller Munde. Man kommt zur Besinnung und überdenkt die eeigene Lebensweise. Dazu gehört, das Leben wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Marketingstrategen fanden ein Wort dafür: Minimalismus. Er begegnet uns in allen Bereichen des Lebens und lässt sich überall anwenden: Sei es in der Mode, in der Kosmetikbranche, beim Essen oder Trinken, selbst am Computer oder am Arbeitsplatz und ebenso im Wohnbereich.

Alles muss raus

Minimalisten beschränken sich auf das Nötigste und empfinden weniger als mehr. Da für sie weniger Besitz mehr Lebensqualität bedeutet, konsumieren sie sehr bewusst. Um diesen Lebensstil wirklich leben zu können, reicht keine einfache Bestandsaufnahme von Hab und Gut. Nein. Es muss alles raus. Behalten wird nur, was zum Glücklichsein notwendig ist. Jeder Gegenstand sollte dabei einer Kontrolle unterzogen werden. Ist er kaputt? Weg. Ist er unvollständig? Weg. Ist er ungenutzt? Weg. Finde ich das Teil überhaupt noch schön? Nein? Weg. So leert sich nach und nach nicht nur der Kleiderschrank. Klarheit ist angesagt und Durchblick wird geschaffen.

Video: Minimalismus - 4 direkt umsetzbare Impulse für dein Zuhause I Sustainable Living

Wirklich aufgeräumt

Je gründlicher die Aufräumaktion lief, umso besser der Überblick nach Abschluss der Aktion. Jedes Ding bekommt einen ihm zugewiesenen Platz und verlässt diesen ausschließlich bei Benutzung. Neue Unordnung kann so gar nicht erst aufkommen und man verliert nie wieder den Überblick. Am besten plant man dafür gleich fest täglich 10 Minuten ein. Auf diese Weise kann ein neues Chaos gar nicht erst entstehen.

Klare Linien und feste Formen

Der Einrichtungsstil des Minimalisten setzt auf Geradlinigkeit und geometrische Grundformen. Ohne viel Schnörkel kommen Quader, Kugeln oder Kuben daher. Man kann mit vielen Kombinationsarten anderer Stilformen spielen. Skandinavisch zum Beispiel oder auch der Retro-Stil sind dankbare Partner. Hauptsache, es bleibt schlicht.

Farblos in Farbe

Schwarz, Weiß, Grau sowie Beige- und Brauntöne bestimmen das Farbbild einer minimalistisch eingerichteten Wohnung. Das wirkt beruhigend und beugt erneuter Unordnung vor. Farbakzente sind erlaubt, sollten sich aber auf einzelnen Kleinteilen wiederfinden. Das wirkt frisch und das Auge kann es sofort einfangen.   

Leicht und frei

Durch die Wohnung eines Minimalisten sollte man schwerelos schweben können. Daher sollten die Möbel Leichtigkeit ausstrahlen. Auf dem Boden stehendes schweres Interieur gehört daher nicht in den Raum. Möbel mit filigranen Beinen wirken frei und sorgen darüber hinaus für eine luftige Atmosphäre.

Minimalistische Beleuchtung

Für eine  warme Atmosphäre sorgen viele Leuchten. Pendel- oder Stehlampen zieren Decke und Wände. Sie werden als Dekoelemente eingesetzt und bringen viel Licht in den Raum. Selbstverständlich in reduziertem Design und in klarer schnörkelloser Form.

Persönliche Freiheit

Gut ausgewählt bilden wenige Dekorationselemente das I-Tüpfelchen für den Minimalisten. In jedem Fall wählt man nur Stücke, die wirklich gefallen und bleibt auch in diesem Bereich bei klaren glatten Formen. Deko-Artikel dienen als Hingucker und sollten den Raum nicht dominieren. Zu vermeiden ist daher alles Rustikale.

Elementares Leben

Wer Mut zeigen will, übt sich in der Kunst des Reduzierens. Es kann wohltuend sein, sich von überflüssigem Ballast zu befreien. Das Wesentliche hervorheben, zu wissen, was von grundlegender Bedeutung ist, ist das primäre Ziel der minimalistischen Lebensweise. Sie finden ihren Ausdruck als Lebensstil und Lebensmotto genauso wie im Lebensumfeld. Minimalisten haben es gerne aufgeräumt und geordnet. Sie fühlen sich dort am wohlsten, wo nichts den klaren Blick verstellt. Nicht nur das Auge kommt zur Ruhe, sondern auch das innere Gleichgewicht ist einfacher herzustellen. Nur sehr wenig ist dafür nötig.

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