Wohnung aufräumen

Aller Anfang ist schwer, doch in jedem Ende steckt auch ein Neubeginn. Die schönen Möbel kommen gar nicht mehr richtig zur Geltung, das Flair der Wohnung scheint irgendwie abgerutscht zu sein und eigentlich fühlt man sich selber nicht mehr so ganz wohl? Die guten Vorsätze vom Jahresanfang haben sich im Laufe des hektischen Alltags verflüchtigt, aber genau jetzt ist die Zeit, um innezuhalten und sich zu überlegen, wie man wieder Ruhe und Ordnung in sein Leben bringt. Um innerlich zu entspannen, braucht es wie so oft einen äußerlichen Rahmen. Dazu schweift der Blick durch die eigenen vier Wände.

Bestandsaufnahme im Chaos

Wann genau hat man aus den Augen verloren, Dinge wegzuräumen, die nicht mehr gebraucht werden? Die ausgelesenen Zeitschriften liegen immer noch auf dem Sofa, achtlos weggelegt. Die Socken mussten in Eile noch einmal gewechselt werden oder das verschmutzte Geschirr findet einfach den Weg in den Geschirrspüler nicht von allein? Da steht man also mitten im Chaos und weiß nicht, wo anzufangen ist. Aber eins weiß man doch, nämlich wann. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, Ordnung zu schaffen und Lebensverhältnisse zu ordnen oder herzustellen, für die man sich entschieden hatte, als man voller Enthusiasmus die neue Wohnung in Beschlag nahm. Alle damaligen Wünsche, Hoffnungen und Träume wurden im Laufe der Zeit irgendwo unter dieser Unordnung verschüttet. Jetzt wird es Zeit, sie wieder hervorzuholen und ins Licht zu stellen.

Video: 10 TIPPS zum AUFRÄUMEN & AUSMISTEN - Motivation & Hacks | SNUKIEFUL

Aller Anfang ist schwer

Alles muss klein beginnen, daher ist es günstig, sich vor Beginn der Räumungsarbeiten kleine Ziele abzustecken. Ziele, die auch erreichbar sind und nicht unmöglich in ihrer Umsetzung. Wer sich gleich auf Anhieb die ganze Wohnung vornimmt und dann kein Land sieht, scheitert von vornherein an der Erfüllung seines Planes. Beginnen sollte man also mit kleinen Zimmern. Oft kommt die Motivation auch mit den ersten Erfolgen, daher kann man auch ein Zimmer wählen, was am wenigsten im Chaos versunken ist. Dieses ist dann mit zwei oder drei Handgriffen fix wieder hergestellt. Doch manchmal kann man sich nicht entscheiden und dann hilft nur ein gnadenloses Kalkül, um zum Ziel zu kommen.

Ein Flur, der wieder „Herzlich Willkommen“ sagt

Die meisten Wohnungen in unseren Breiten verfügen über einen Flur, einen Raum, über den man eintritt und die Außenwelt hinter sich lässt. Während ein aufgeräumter Flur einladend wirkt und durch seine Optik auch Gäste zum Eintreten einlädt, spricht ein Wirrwarr aus Mänteln oder Schuhen oder auch nur abgestellten Einkaufstaschen deutlich eine andere Sprache. Aus diesem Grund beginnt das  Aufräumen genau hier, denn wir möchten nach einem stressigen Tag gern in unser Zuhause kommen.

Ungenutzte und in der Hektik hingeworfene Jacken und Mäntel gehören in den Kleiderschrank. Bei kleinen Fluren mit wenig Platz bietet es sich an, die Outdoor-Garderobe nach Jahreszeiten zu sortieren und den Rest im Keller verschwinden zu lassen. Eine tolle Gelegenheit übrigens, um gleich mit dem Wechsel von Winter auf Sommer sich selbst einen Termin zu setzen, um Ordnung herzustellen. Gleiches gilt für Schuhe. Man trägt nicht mehr als ein Paar, der Rest gehört weg vom Flurboden in den Schuhschrank. Geputzt, versteht sich. Ist alles verstaut, wirkt der Raum gleich viel größer und heller und man kann sich auch an der einstmals sorgfältig ausgewählten Deko wieder erfreuen.

Tritt ein und lass dich nieder

Vom Flur aus bittet man die Gäste ins Wohnzimmer. Sie sollen sich niederlassen, wohlfühlen und für ein geselliges Beisammensein sorgen. Der neueste Klatsch über alte Bekannte oder aber auch ein Lob für das geschmackvolle Interieur sorgen immer wieder für ein kleines inneres Lächeln. Daher sollten alle abgelegten Gegenstände wieder an ihren Platz gebracht werden. Der Katalog von gestern, die Zeitung von heute Morgen sowie auch die Weingläser vom romantischen Abend vorher gehören nicht unter die Augen von Gästen. Außerdem sollte auch alter Geruch vertrieben und die Fenster zum Lüften täglich mindestens 10 Minuten geöffnet werden. Weg mit Staub und Vergangenheit und alten Überbleibseln; das schöne Wohnzimmer soll als Ruhepool für gemütliche Stunden schließlich seinen Zweck erfüllen.

Ein Platz zum Kochen

Am Einfachsten ist es, die Küchentür zu schließen. Nur: Wie kommt man dann in die Küche, um Gästen etwas anzubieten oder auch selbst seine Grundbedürfnisse zu befriedigen? In vielen Haushalten herrscht in der Küche Chaos. Schnell erst mal alles Überflüssige in die Küche geräumt, schnell das benutzte Geschirr auf dem Tisch abgestellt und die Essensreste auf einen Teller gekehrt, weil man den Weg zum Abfall scheute. Am Ende türmt sich das Geschirr auf der Arbeitsplatte. Dabei bietet gerade der Küchentrakt etliche kleine Helferlein, die bei regelmäßiger Anwendung treu ihre Arbeit verrichten.

Wie geht’s zum Beispiel dem Geschirrspüler? Da steht er leer und auf ihm türmen sich Gläser, Tassen und Teller. Es kann so einfach sein. Verschmutzte Küchenutensilien gehören in den Geschirrspüler und nicht auf die Theke. Einmal angefangen einzuräumen, wird plötzlich klar, dass man doch Platz gehabt hätte, um die kalte Platte mit belegten Broten für den Besuch in der Küche anzurichten. Und es war gar nicht so schwer wie befürchtet. Statt Geschirr hin- und herzuschieben lässt sich jetzt locker jede Arbeitsfläche problemlos abwischen, das Fenster aufmachen und auch die Küche mit frischer Luft versorgen.

Der Rest ist Musik

Auch für Schlafzimmer und Bad gelten die Regeln, dass überflüssiges in die dafür vorgesehenen Schränke oder Schubkästen zu verstauen ist. Aus Kämmen sollten Haare entfernt werden, der Toilettendeckel gehört geschlossen und die Dusche ebenfalls. Sind die Handtücher noch frisch? Ansonsten sind auch diese schnell gewechselt. Im Schlafzimmer gehören die abgelegten Kleider in den Wäscheschrank, die benutzten in den Wäschekorb. Danach wird das Bett kräftig aufgeschüttelt und durchgelüftet.

Nach dem Aufräumen steht einer gründlichen Säuberung der Wohnung im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr im Wege. Mit dem Staublappen sind die waagerechten Flächen beschwingt abgewischt und zu guter Letzt tritt der Staubsauger seine gründliche Arbeit an.

Am Ende hält man eine frische Tasse Kaffee in einer sauberen Tasse in der Hand, während man die Füße entspannt hochlegt. Der Blick schweift reihum und ein Gefühl der Zufriedenheit stellt sich ein. Beim nächsten Klingeln an der Tür kann man dann ohne schlechtes Gewissen wieder sagen: „Tritt ein, bring Glück herein!“ An jedem Ende steht ein Neubeginn.

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