Schlaftipps für warme Sommernächte

Den ganzen Winter über träumt es sich herrlich von den warmen Sommernächten. Wir sehnen uns nach den langen hellen Abenden auf Balkon oder Terrasse oder erinnern uns an die schönen Stunden im Restaurant mitten auf dem Marktplatz. Hin und wieder stellen sich romantische Gedanken an lang durchtanzte warme Nächte im letzten Urlaub ein. Doch kommt der Sommer, dann fällt uns plötzlich wieder ein, dass die eben noch gefühlvoll besungenen heißen Nächte alles andere als romantisch sind. Die Hitze treibt den Schweiß auf die Stirn, jede Bewegung wird zu viel, der Schlaf will einfach in der drückenden Schwüle überhaupt nicht kommen und die Mücke im Schlafzimmer gibt uns den letzten Rest.

Was kann man also tun, um sich den dringend nötigen Schlaf zu holen? Es gibt einige kleine Tricks, welche bei Beachtung hilfreich gegen Schlaflosigkeit wirken können. Dabei muss das Ganze nicht teuer sein und nicht jeder muss eine Klimaanlage installieren. Es ist bestätigt, dass wir Menschen im Sommer weniger schlafen als im Winter. Dafür sorgen genau die besagten heißen Nächte zusätzlich zur fehlenden Dunkelheit. Und doch ist der Schlaf wichtig. Nehmen wir es also als Herausforderung und holen uns mit den folgenden kleinen Tipps die uns zustehende Brise Schlaf.

Ein kühler Traum vom frischen Schlafzimmer

Um sich für den Abend die nötige Wohlfühlportion zum Einschlafen zu holen, ist es sinnvoll, das Schlafzimmer über den Tag so kühl wie möglich zu halten. Verdunklungsvorhänge sorgen dafür, dass die Sonne nicht durch die Scheiben das Zimmer aufheizt. Ein guter Zeitpunkt, um frischen Wind und etwas Kühle einzulassen, ist der Morgen, wenn die Sonne ihre Kraft noch nicht vollständig entfaltet hat. Danach halten wir die Frische durch die Abschirmung der Vorhänge möglichst langanhaltend im Raum. Nach dem Sinken der Sonne am Abend besteht noch einmal die Möglichkeit, den Raum zu durchlüften. Bedenken sollten wir dabei, dass möglichst kein Licht gemacht wird. Wir wollen keine lästigen Mücken anziehen, die sich auch über eine kleine Abkühlung und natürlich frische Nahrung freuen.

Video: Besser schlafen bei Hitze | 5 Tipps

Der Geruch von frischer Bettwäsche

Gibt es etwas Angenehmeres, als an einem warmen Abend in ein frisches Bett zu steigen? Für die heißen Nächte hilft gut leichte Bettwäsche aus kühlenden Materialien oder auch ein einfaches Laken aus dünner Baumwolle. Textilien, die sich für den Sommer bewährt haben, sind:

Jersey

Geschmeidig und glatt umschmeichelt Jersey die Haut. In die weiche Kunstfaser gleitet man sanft hinein und anschließend sofort hinüber ins Land der Träume. Für die Bettwäsche enthält Jersey Anteile von Seide, Baumwolle und Polyester. Das ist nicht nur pflegeleicht, sondern kühlt angenehm die aufgeheizte Haut.

Perkal

Pure Baumwolle mit Leinwandbindung ist für Deckenbezüge sowie für Laken sehr gut geeignet. Baumwolle ist besonders atmungsaktiv und durch die spezielle Leinwandbindung entsteht eine feine und glatte Oberfläche. Ein Traum in Nächten, welche man am liebsten im Freien verbringen möchte.

Seersucker

Leichtes und auch luftiges Material ist die beliebte Seersucker-Bettwäsche. Aus den meisten Wäscheschränken ist sie nicht mehr wegzudenken, sorgt sie doch wegen absoluter Knitterfreiheit für leichte Pflege. Seersucker begünstigt durch seine spezielle Riffelung die Luftzirkulation besonders gut. Damit fühlt man sich im Bett förmlich wie im siebenten Himmel. Vielleicht möchte man daher am Morgen nicht mal richtig aufstehen?

Matratzen

Mittlerweile sind im Handel Matratzen für alle Jahreszeiten erhältlich. Im Winter wärmend und im Sommer kühlend. Wer nicht ganz so viel Platz hat, um Matratzen aufzubewahren, kann sich für ein Modell mit Sommer- und Winterseite entscheiden. Sobald ein Jahreszeitenwechsel ansteht: Einfach umdrehen, fertig. So ist man für alle Temperaturen der Saison bestens gerüstet.

Allgemein ist es förderlich, sämtliche Wärmequellen aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Fernseher, Receiver, Smartphones oder Tablets, was auch immer sich aufheizen kann, heizt auch das Zimmer auf. Je kleiner der Raum, umso mehr Hitze entsteht dabei und füllt ihn zusätzlich mit Wärme, die nicht nötig ist. Tierhaltern sei gesagt, dass auch große Hunde zum Beispiel wie eine Heizung wirken. Lassen Sie daher ihre Haustiere am besten außerhalb schlafen.

Über das Badezimmer zum Schlafen

Den ganzen Tag über brütende Hitze, der Körper weiß nicht mehr, wie ihm geschieht. Was gibt es dann Schöneres als eine kalte Dusche am Abend? Kristallklares Wasser erfrischt den Körper, der Schweiß wird abgewaschen und wir fühlen uns wohlig sauber und gut temperiert. Doch Vorsicht: Zu kaltes Wasser kühlt den Körper viel zu weit herunter, die Schweißproduktion wird danach sofort wieder angeregt. So sehr wir uns also auch auf frisches kaltes Wasser freuen, sollten wir doch eher auf wenigstens lauwarme Temperaturen ausweichen. Der Körper hält diese dann konstanter und die Blutgefäße verengen sich nicht, wie das bei Kälte der Fall ist. Damit geben wir weniger Körperwärme ab und kommen nach der Dusche nicht gleich wieder ins Schwitzen. Je wärmer die Mischgarnitur eingestellt ist, umso besser bekommt das unserem Blut und damit auch dem nächtlichen Schlaf.

Nicht verflüssigen, sondern Flüssigkeit aufnehmen

Was für das Duschwasser gilt, hat auch für das abendliche Betthupferl seine Gültigkeit. Gerade wenn es warm ist, sind die beliebten kalten Getränke das, was dem guten Schlaf im Wege steht. Das gilt für das eisgekühlte Bier ebenso wie für die Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank.

Alkohol bedeutet immer Arbeit für den Körper, da er abgebaut werden muss. Das erfordert Energie und erzeugt so lange Wärme, bis sich der Alkoholspiegel wieder normalisiert. Deshalb führen alkoholische Getränke auch so oft zu Schweißausbrüchen.

Bei kalten Drinks schaltet sich ebenfalls ganz schnell der Stoffwechsel zu. Der Körper gleicht genau wie bei der kalten Dusche die Temperatur aus und unsere eigene Energie erzeugt die nun schon bekannte körperliche Wärme. Am besten wählt man also für den „Absacker“ am Abend zimmer- oder körperwarme Getränke, die den menschlichen Haushalt nicht gar zu sehr durcheinander bringen.

Die Devise lautet demzufolge: Gut vorbereitet vom Winter in den Sommer! Mit vollen Zügen lassen sich mit gutem Gewissen die langen hellen Abende auf dem Balkon oder der Terrasse genießen. Selbst beim Restaurantbesuch auf dem Marktplatz schrecken wir nicht hoch, weil wir vergessen haben, das Schlafzimmerfenster zu öffnen. Die Mücken wurden ausgetrickst mit Fliegengittern an den Fenstern und den Schweiß auf der Stirn halten wir durch ein leichtes Abendessen und lauwarme Getränke ohne Alkohol in Schach. Was für eine herrlich laue Nacht. Ein leichter Lufthauch bewegt die zarte Gardine im Fenster und der Mondschein findet seinen Weg auf das kühle Laken des Bettes.

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